Absolutheitsansprüche loslassen
Absolutheitsansprüche sind sehr häufig, sie lösen in der Regel sehr starke Emotionen aus. Diese sind der Situation nicht angemessen. Der erste Schritt ist den Emotionen Raum geben und als Gefühle wahrzunehmen.
Dann wird der Weg frei, die Bedürfnisse die dahinter verborgen sind wahrzunehmen, sie zu würdigen und zu schauen, wieweit und auf welche Art sie erfüllt werden können.
Nach Vivian Dittmar: Der emotionale Rucksack.

***
Differenzierung
Differenzierung schafft Klarheit «wer ich bin» und «wer du bist».Dies erlaubt folgende Fragen zu beantworten:
Was sind meine Absichten? Was sind deine Absichten?
Was kommt aus der Vergangenheit? Was gehört zum Jetzt?
Sind meine Reaktionen der Situation angepasst? Sind deine Reaktionen der Situation angepasst?Nach David Schnarch.
***
Entwicklungsstrahl
Der Entwicklungsstrahl ist die bildliche Darstellung, dass alle Menschen in Entwicklung sind.
Auf einem Strahl dargestellt entwickeln sich alle in dieselbe Richtung.
Am Anfang des Strahls such ich die Verantwortung im Aussen. Die Umstände oder die Anderen sind schuld. Dazugehörige Gefühle sind Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein, Ohnmacht – Opferrolle.
Am Ende des Strahls ist das bei sich selbst Ankommen, zu seinen Bedürfnissen und Gefühlen zu stehen und sie zu kommunizieren. Das heisst: für sich selber die Verantwortung zu übernehmen. Sobald man sich auf dem Strahl weiterentwickelt, verbessert sich die Lebensqualität, egal wo man angefangen hat oder wie weit man kommt. Es kommt nicht darauf an, das Ende zu erreichen. Nach Carl Rogers Prozesskontinium.
Familiengesetz
Das Familiengesetz schreibt vor, wer welche Rollen einnimmt, welche Gefühle und Bedürfnisse erlaubt sind und wie man mit ihnen umgeht.
Ein Beispiel: Kinder sind für die Regulierung des Vaters verantwortlich sind. Wenn er schlechte Laune hat, müssen sie ganz still sein, damit er seine Wut nicht an ihnen auslässt.

Gefühlsarbeit
Gefühlsarbeit heisst, aus dem gesunden, reifen Erwachsenen den Gefühlen Raum geben und sie wahrnehmen. Das heisst: Gefühle zulassen, aushalten, beobachten und beschreibend mitteilen lernen.
Das führt dazu, dass die Gefühle allmählich zur sicheren Basis werden, aus der man sich in das unsichere Gebiet der zwischenmenschlichen Beziehungen vorantrauen kann (Nach Carl R. Rogers: Therapeut und Klient ).
Eine besonders bildhafte Art, mit Gefühlen zu arbeiten, ist die Arbeit mit dem Inneren Kind.
Ich verwende eine Kombination von Gefühlsarbeit nach Vivian Dittmar und Schemacoaching nach Anke Handrock.

Grundbedürfnisse
Zu den Grundbedürfnissen der Menschen gehören unter anderm Sicherheit, Autonomie, Bindung, Freude, Geborgenheit, Angenommen sein.
Gemeinsam anerkennen und würdigen wir die Grundbedürfnisse und suchen Wege sie zu erfüllen.
Ich habe es gut überstanden
Das «Ich habe es gut Überstanden» ist eine Übung, um nach schwierigen oder beängstigenden Imaginationen, zu realisieren, dass mir nichts passiert ist, dass ich unverletzt geblieben bin und alle meine Funktionen und Sinne intakt sind.
Dies Übung ist wertvoll, um sich auch in Zukunft auf schwierige Situationen einzulassen.

Neue Erfahrungen
Für die Entwicklung der Persönlichkeit braucht es neue Erfahrungen im realen Leben oder durch Imaginationen.
So lernt man allmählich, auf neue oder bekannte Situationen angemessen als erwachsener Mensch zu reagieren.
Ich-Zustands-Modell
Das Ich-Zustandsmodell basiert auf der Erkenntnis das es drei Ich-Zustände gibt.
– Das Eltern-Ich
– Das Erwachsenen-Ich
– Das Kind-Ich
In schwierigen Gesprächen ist es hilfreich zu beobachten, aus welchem «»Ich-Zustand»» heraus der Andere mich anspricht und aus welchem ich antworte. In der Regel antwortet man aus dem angesprochenen Anteil (Parallel). Wenn man zum Beispiel auf Augenhöhe sein will, ist es sinnvoll, aus dem Erwachsenen-Ich heraus das Erwachsene-Ich des Gegenübers anzusprechen, auch wenn man zum Beispiel vom Eltern-Ich im Kind-Ich angesprochen wurde (durchkreuzen).
Nach Ich-Zustands-Model der Transaktionsanalyse.

Imagination
Die Imagination ist das das bildliche, erlebende, fühlende Eintauchen in eine reale oder imaginäre Situation oder Handlung, mit realen und erfundenen Menschen, Tieren und Fantasiewesen.
Die erinnerten Erlebnisse können verändert werden, so dass neue Erfahrungen, die den heutigen Möglichkeiten besser entsprechen, gemacht werden.
Der «Sichere Ort» (nach Schema Arbeit) ist oft eine der ersten Imaginationen, die ich anleite, um später das Innere Kind aus schwierigen Situationen in Sicherheit zu bringen. Der «Sichere Ort» ist ein wichtiges Hilfsmittel, für die Selbst- und Ko-Regulation.
Die Imaginationen sind mein wichtigstes Werkzeug.
Innere Kritiker, innere Antreiber, innere Diktatoren
Innere Kritiker, innere Antreiber, innere Diktatoren sind vor langer Zeit, meist in der Kindheit entstanden und in der Regel unverändert geblieben. Sie sind daher nicht auf dem neusten Stand, was die Möglichkeiten des Erwachsenen betrifft. Als sie entstanden sind, haben sie uns beschützt, oder gar das Überleben gesichert.
Man kann mit ihnen in Kontakt treten, sie würdigen, ihnen mitteilen, wie wertvoll sie dazumal für uns waren. Es ist aber sinnvoll, ihre Rolle in Bezug auf das «Heute» zu hinterfragen und mit ihnen verhandeln um Freiräume zu bekannen, um neue Erfahrungen zu machen.
Ein Beispiel: während einer Imagination ist ein innerer Kritiker aufgetreten mit der Behauptung: «Gefühle sind gefährlich». Das Hinterfragen und Verhandlen haben ergeben, dass der innere Kritiker einwilligt, als Experiment Gefühle zuzulassen und er nur im Notfall eingreifen wird. So konnte die neue Erfahrung, «ich kann meine Gefühle zulassen», in einem geschützten Rahmen gemacht werden.
Inneres Kind
Das Innere Kind kann fröhlich und verspielt oder verlassen und ängstlich oder rebellisch und wütend sein.
Die Aufgabe ist zu lernen, wie ich mich erwachsener Mensch um die Bedürfnisse meines Inneren Kindes kümmern kann. Dies kann mit Hilfe einer Imagination erfolgen, z.B. das innere Kind aus der erinnerten Gefahr an einen «sicheren Ort» bringen.
So kann ich erfahren, dass ich heute als Erwachsener selbst für mich sorgen kann.
Prozessbegleiter
Ein gesunder, reifer, erwachsener Persönlichkeitsanteil , der sich um die Gefühle und die inneren Kinder kümmert. Er entwickelt sich durch neue, positive Erfahrungen. So können alte Wunden allmählich heilen.
Schriftlicher mentaler Dialog
Schriftlicher mentaler Dialog ist ein sehr wirkungsvolles Werkzeug, welches geübt werden muss. Es braucht viel Willenskraft, weil innere, alte Beschützer Alarm schlagen.Mit diesem Werkzeug kann geübt werden, klar und funktionsfähig zu bleiben, auch in Situationen, wo ein Teil von dir am lieben den «Not -Aus-Knopf» drücken möchte, dein Hirn zu Brei wird oder deine Gefühle erstarren. Du lernst immer zwei Schritte voraus zu sein und selbstbestimmt dein Leben zu gestalten.David Schnarch beschreibt diese Methode in seinem Buch «Brain Talk».

Transaktionsanalyse
Die Transaktionsanalyse analysiert die zwischenmenschlichen Wechselwirkungen. Die vier Grundannahmen sind:
– Jeder Mensch hat die Fähigkeit zu denken,
– Jeder ist im Wesenskern in Ordnung
– Jeder kann Verantwortung übernehmen
– Jeder kann sein Leben gestalten
Bekannt sind aus der Transaktionsanalyse: z.B. das Erwachsenen-Ich, Eltern-Ich und Kind-Ich (deckt sich nicht ganz mit dem inneren Kind) oder Dramadreieck.
***